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24.09.26

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Schafwolldecke bei Allergie: Was du wissen solltest

„Ich bin Allergiker. Kann ich trotzdem unter einer Schafwolldecke schlafen?“

Diese Frage bekommen wir in der Wollwerkstatt immer wieder gestellt. Grundsätzlich ist eine Allergie kein automatischer Ausschlussgrund für eine Schafwolldecke. Entscheidend ist vor allem, worauf du allergisch reagierst.

Schafwolle bei einer Tierhaarallergie

Der Begriff Tierhaarallergie ist eigentlich etwas irreführend. Allergische Reaktionen richten sich meist nicht gegen das Haar selbst, sondern gegen bestimmte Eiweißstoffe des Tieres. Diese können beispielsweise aus Hautschuppen, Speichel oder anderen Körpersekreten stammen.

Eine Tierhaarallergie bedeutet deshalb nicht automatisch, dass auch die Wollfaser selbst ein Problem darstellt.

Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2017 hat Veröffentlichungen zu Hautreaktionen auf Wolle aus rund 100 Jahren ausgewertet. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass die Wollfaser selbst nach heutigem Wissensstand nicht als typisches Hautallergen gilt.

Wenn du allerdings weißt, dass du speziell auf Schafe oder Produkte aus Schafwolle reagierst, solltest du aber natürlich vorsichtig sein und das im Zweifel ärztlich abklären.

Schafwolldecke bei Hausstaubmilbenallergie

Auch eine Hausstaubmilbenallergie schließt eine Schafwolldecke nicht grundsätzlich aus. Wir würden unsere Schafwolldecken aber auch nicht als spezielle Allergikerdecken bezeichnen.

Hausstaubmilben fühlen sich besonders in einer warmen und feuchten Umgebung wohl. Deshalb ist bei einer Hausstaubmilbenallergie vor allem das gesamte Schlafumfeld wichtig. Dazu gehören regelmäßig gewaschene Bettwäsche, geeignete Schutzbezüge für Matratze und Kissen und eine möglichst niedrige Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer.

Schafwolle kann Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf aufnehmen und später wieder an die Umgebung abgeben. Diese Eigenschaft trägt zu dem Schlafklima bei, für das viele Menschen Wolle schätzen.

Wichtig ist deshalb auch, eine Schafwolldecke regelmäßig gut auszulüften. Wir empfehlen, sie möglichst täglich nach dem Schlafen offen ausdampfen zu lassen und immer wieder gründlich an die frische Luft zu hängen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Schafwolle Hausstaubmilben fernhält.

Ein wichtiger Punkt: Schafwolldecken sind nicht waschbar

Gerade bei einer Hausstaubmilbenallergie sollte man diesen Punkt berücksichtigen.

Unsere Decken sind mit naturbelassener Schafwolle gefüllt und nicht für die normale Maschinenwäsche geeignet. Wasser, Wärme und Bewegung können dazu führen, dass die Wolle verfilzt und sich die Füllung verändert.

Die übliche Pflege besteht deshalb vor allem darin, die Decke regelmäßig und gründlich auszulüften.

Wenn du aufgrund einer starken Hausstaubmilbenallergie darauf angewiesen bist, deine komplette Bettdecke regelmäßig heiß zu waschen, ist eine Schafwolldecke daher wahrscheinlich nicht die praktischste Wahl. In diesem Fall ist eine waschbare Bettdecke sinnvoller.

Fazit

Eine Allergie bedeutet nicht automatisch, dass du auf eine Schafwolldecke verzichten musst.

Bei einer Tierhaarallergie ist wichtig, gegen welches Allergen du tatsächlich sensibilisiert bist. Die Wollfaser selbst gilt nach heutigem Forschungsstand nicht als typisches Hautallergen.

Bei einer Hausstaubmilbenallergie sind vor allem die Schlafumgebung, Bettwäsche, Schutzbezüge und Luftfeuchtigkeit entscheidend. Eine Schafwolldecke kann hier Teil eines angenehmen Schlafklimas sein, ist aber weder milbenfrei noch speziell zur Behandlung einer Allergie geeignet.

Und weil unsere Schafwolldecken nicht waschbar sind, sollte bei einer stärkeren Hausstaubmilbenallergie auch dieser praktische Punkt bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Quelle

Zallmann M. et al. (2017): Debunking the Myth of Wool Allergy: Reviewing the Evidence for Immune and Non-immune Cutaneous Reactions . Acta Dermato-Venereologica, 97, 906 bis 915.